Bürgerdialog Mobilstationen

WLE-Strecke von Münster nach Sendenhorst: Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern über Gestaltung der zukünftigen Mobilstationen

Im Zuge der Verkehrswende und dem Wunsch nach nachhaltiger und zugleich flexibler Mobilität ist geplant, den Personenverkehr auf der WLE-Strecke von Münster nach Sendenhorst als neue Bahn-Verbindung zu reaktivieren. Dies ist eine einmalige Chance für die Stadt Sendenhorst.

Im Zuge dessen werden in Albersloh und Sendenhorst zwei Haltepunkte, sogenannte vernetzte Mobilstationen, errichtet. Hier sollen zukünftig Bus, Bahn, Car-Sharing, Fahrrad- und Fußverkehr zusammenlaufen.

Die Stadtverwaltung möchte sich mit allen Bürgerinnen und Bürgern über die Gestaltungsvorschläge der zukünftigen Mobilstationen im Rahmen eines Bürgerdialoges austauschen. Zu diesem Zweck fanden zwei Bürgerdialogveranstaltungen statt, zur Mobilstation Sendenhorst am 08.01.2024 und zur Mobilstation Albersloh am 11.01.2024. Hier wurden die Entwürfe der Mobilstationen gezeigt und die Anwesenden hatten die Möglichkeit, gemeinsam mit Mitarbeitern der Verwaltung und weiteren Experten aus der Verkehrsplanung zu diskutieren und Anregungen zu geben.

Wenn Sie nicht teilnehmen konnten: bis zum 21.01.24 haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen, Lob, Kritik und Anregungen per E-Mail an poetz(at)sendenhorst.de im Rahmen des Online-Dialogs einzusenden. Ihre Meinung ist wichtig!



Online Dialog

Unten finden Sie sowohl die Pläne und Darstellungen, die bei den Dialogveranstaltungen gezeigt wurden als auch Bilder von den Stellwänden, an denen die Anwesenden Ihre Hinweise festgehalten haben.

Anregungen können bis zum 21.01.24 eingesendet werden.


Allgemeine Erläuterungen

Eine Mobilstation dient dazu, den Schienenpersonennahverkehr erreichbar zu machen und alle Verkehrsarten zu verknüpfen.

Die Aufgabe der Stadt ist es, jeweils eine Mobilstation an den beiden Haltepunkten zu errichten. Die Mobilstation schließt direkt an den Bahnsteig an. Ziel ist es, die Verknüpfung möglichst barrierearm herzustellen.

Der Bürgerdialog findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem noch viel Spielraum in der Detailplanung ist. Nach der Kreativplanung, dem Entwurf und der Prüfung von Varianten wurde in Absprache mit den Vertreter:innen der beteiligten öffentlichen Akteure (Regionalverkehr Münsterland, Zweckverband Mobilität Münsterland, Kreis ÖPNV Planung, Kreis Verkehrsbehörde, Kreis Polizei Verkehrsdirektion, Straßen.NRW (Albersloh), Feuerwehr und natürlich der Westfälischen Landes-Eisenbahn) nun jeweils ein Entwurf entwickelt.

Ziel des Bürgerdialogs ist es, dass Fragen gestellt und Anregungen in den Prozess eingegeben werden können. Es ist Raum für Lob, Kritik und Anregungen. Die Struktur des Entwurfs ist entstanden aus den notwendigen Anforderungen an eine Mobilstation, den Anforderungen des ÖPNV, den örtlichen Zwängen (Raum und Höhe) sowie der Notwendigkeit der Oberflächenentwässerung und der städtebaulichen Ziele. Spielraum ist insbesondere aber nicht ausschließlich im Bereich der Austattungsmerkmale (Auswahl und genauer Standort), Gestaltung der Dächer und der Baumarten.


Mobilstation Sendenhorst

[Stand: 12.01.2024]

Allgemeine Hinweise

Der Bereich an der Mobilstation soll zwischen Höhe Ladestr. 2 und Ladestr. 36 (im Plan Ocker dargestellt) besonders gestaltet werden, da mit einem hohen Aufkommen an Fahrradverkehr und querendem Fußverkehr zu rechnen ist. Zudem soll die Fläche möglichst barrierearm ausgestaltet werden. Da in diesem Bereich im Bestand viele Höhenunterschiede vorliegen, soll der Hochbord im Süden aufgegeben und die Querneigung der Fahrbahn erhöht werden. Die Neigung soll weiter bis zum Bahnsteig entwickelt werden, sodass eine größtenteils niveaugleiche Fläche entsteht.

Im Süden dient eine Schwerlastrinne sowohl zur Entwässerung als auch zur visuellen Trennung des bestehenden Gehwegs von der Fahrbahn. Dadurch ist sowohl im Norden am Bahn- und Bussteig sowie im Süden in Längsrichtung eine von der Fahrbahn getrennte Fußverkehrsfläche gegeben.

Um die Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs zu reduzieren und so den Querverkehr sicherer zu gestalten soll die Fahrbahn farblich besonders hervorgehoben werden. Es soll dadurch ein Bahnhofsvorplatz entstehen, der für alle Verkehrsteilnehmer sicher ist und der zudem eine hohe Aufenthaltsqualität aufweist. Es soll die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelten.

Es wird ein neuer Bahnübergang auf Höhe Ostkampstraße zur Korbmacherstraße hin entstehen. Dadurch entsteht eine neue Wegeverbindung und die Mobilstation ist von Norden aus für den Fuß- und Radverkehr einfacher zu erreichen.

Busverkehr

Als Planungsgrundlage wurde nach Gesprächen mit Vertretern des ZVM, der RVM und des Kreises Warendorf festgesetzt, dass an der Mobilstation mindestens zwei Busse gleichzeitig in jeweiliger Fahrtrichtung halten können sollen. Aufgrund der geringen Breite der Straße wurde der Busverkehr auf die Länge der Mobilstation verteilt. Die Businsel dient auch dazu, die unterschiedlichen Höhenverhältnisse aufzufangen.

Die Busse in Fahrtrichtung Ost (Hoetmarer Straße) kreuzen hierbei beim Ein- und Ausfahren der Haltestellen den Gegenverkehr.

Lastkraftverkehr

Um den Busverkehr besser abwickeln zu können und um eine sicherere Gestaltung des Verkehrs am Bahnhofsvorplatz zu ermöglichen, soll die Durchfahrt für LKW Verkehr gesperrt werden.

Radverkehr

Im direkten Bereich der Mobilstation (im Plan Ocker dargestellt) sowie auf der Ladestraße nach Osten bis zur Hoetmarer Straße sollen die Fahrräder im Mischverkehr geführt werden. Es soll die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelten.

Fußverkehr

In Bezug auf die erwartete hohe Frequenz an Fußgängern ist angedacht, die Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs weiter durch die Gestaltung des Platzes zu reduzieren.

Im Süden des Straßenverlaufes ist außerdem ein durch Bäume abgegrenzter Bereich für den Fußgänger im Längsverkehr nutzbar. Im Norden steht eine Fußwegeverbindung über den Bahnsteig zur Verfügung.

Die größtenteils niveaugleiche Ausgestaltung soll einen möglichst barrierearmen Zugang ermöglichen und die angebotenen Wege entlang der Leitlinien ergänzen.

Es sind zwei barrierefreie Querungsstellen der Ladestraße vorgesehen, eine auf Höhe der Fröbelstraße und eine weitere auf Höhe der Ostkampstraße.

PKW-Verkehr und Parkplätze

Das Hauptaugenmerk liegt bei der Planung und der Zukunftsentwicklung der Mobilität klar im Bereich ÖPNV und Fuß- bzw. Radverkehr.

Aus diesem Grunde halten wir hier eine Verkehrsberuhigung für sinnvoll und nötig. Der PKW Verkehr kann weiterhin, in abgeschwächter Geschwindigkeit, die Ladestraße nutzen.

Insgesamt steht wenig Flächen für die Ausweisung von PKW-Stellplätzen zur Verfügung. Die Mobilstation soll vorrangig mit dem Fahrrad und mit dem ÖPNV angefahren werden. Wegen der fehlenden Flächenverfügbarkeit sind zunächst Stellplätze zwischen den Bestandsbäumen der östlichen Ladestraße eingeplant.
Der Bahnsteig ist über einen Fußweg nördlich der Stellplätze zu erreichen. Die Standorte der Straßenbäume, Beleuchtung und Fahrradbügel im Süden sind so gewählt, dass die Grundstückzufahrten erreichbar bleiben und kein Parken zwischen den Bäumen möglich ist.

Grünanlagen

Download:

    Es ist vorgesehen, entlang des Straßenverlaufs neue Bäume zu pflanzen. Bei der Auswahl der Arten wird darauf geachtet, dass diese im hohen Maße klimaangepasst sind, sich als Straßenbaum eignen und zum Standort passen. Die Baumscheiben dienen auch dazu, einen Teil des anfallenden unbelasteten Regenwassers aufzufangen. Die genauen Baumarten sind noch nicht festgelegt.

    Entwässerung

    Zur Ergänzung der bestehenden Entwässerungsanlagen ist vorgesehen, eine Kastenrinne am südlichen Rand des Straßenraums der Ladestraße einzubauen. Das darüber gesammelte Wasser wird in einen unterirdischen Speicherkörper geleitet. Dieser dient dazu, bei Starkregenereignissen das Regenwasser zurückzuhalten und zu einem späteren Zeitpunkt langsam über die Kanalisation zu entlassen. Zudem soll ein Speicherbecken entstehen, aus dem das Regenwasser später zur Bewässerung von Grünanlagen entnommen werden kann. Außerdem können die beiden Kanäle, die bisher auf Höhe der Ladestraße 30 enden, vernetzt werden. Zudem können die Baumscheiben der neuen Bäume dazu dienen, einen Teil des anfallenden unbelasteten Regenwassers aufzufangen.

    Ausstattung

    Download:

    Bei der Planung der Ausstattung wurden die Mindestanforderungen des Handbuchs für Mobilstationen des Zukunftnetzes für Mobilität NRW berücksichtigt. Dies sind: Witterungsschutz, Sitzgelegenheiten, Beschilderung und Wegweisen, Dynamische Fahrgastinformation, (überdachte) Fahrradabstellanlagen, Informationen zu Angeboten und ein Stadt- und Umgebungsplan. Es soll einen Stellplatz für Car-Sharing geben sowie Stellplätze mit E-Ladesäule geben. Weitere Ausstattungsmerkmale wie Schließfächer, Packstation, Fahrradreparaturstation, etc. können im Dialog und nach Flächenverfügbarkeit ergänzt werden.

    Ausschnitt zum Thema Austattung aus dem Handbuch für Mobilstationen des Zukunftsnetztes für Mobilität: Auszug downloaden . Das gesamte Handbuch finden Sie hier https://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/media/2022/4/19/bf4aadb4f3be968af79e921de6b85bb2/ZNM-Handbuch-Mobilstationen-3.-Auflage.pdf

    Erreichbarkeit

    Downloads:


    Mobilstation Albersloh

    [Stand: 12.01.2024]

    Download:

    Allgemeine Hinweise

    Die Mobilstation Albersloh wird in Anbindung an die L586 am Ortseingang Albersloh entstehen. Das Gelände wird von der Straße aus bis zum Bahnsteig hin angehoben, sodass eine größtenteils niveaugleiche Fläche entsteht.

    Busverkehr

    Nach aktuellem Planungsstand werden die Linien R32/33 und S30 von Osten kommend in Sendenhorst gekappt und nicht mehr weiter bis Münster fahren. Dennoch ist an der Mobilstation Albersloh mit Schülerbusverkehr, Nachtbusverkehr und Taxibus zu rechnen. Die Busse halten in Buchten an der Landesstraße in beiden Fahrtrichtungen. Von den beiden Busbuchten aus gibt es barrierefreie Wegeverbindungen. Die Straße kann an der Ampelanlage überquert werden.

    Rad- und Fußverkehr

    Der Fuß und Radverkehr wir, zum Gelände hin, auf den bereits vorhandenen Wegen stattfinden. Auf dem Gelände wird ein Fuß- und Radweg die Verbindung zwischen dem Baugebiet Kohkamp und dem Fußweg an der L586 darstellen. Radfahrer werden am nördlichen Ende des Weges auf die L586 entlassen. Fahrradstellplätze werden in direkter Nähe des Bahnsteigs angeboten.

    PKW-Verkehr

    PKW können die Mobilstation von der nördlichen Seite, dem alten Rohrlandweg, befahren. Es werden Stellplätze auf dem Gelände der Mobilstation angeboten. Fürs Bringen und Abholen wird eine Kiss+Ride Fläche angeboten.

    Grünanlagen

    Download:

    Es ist vorgesehen, auf der gesamten Fläche neue Bäume zu pflanzen. Bei der Auswahl der Arten wird darauf geachtet, dass diese im hohen Maße klimaangepasst sind, sich als Straßenbaum eignen und zum Standort passen. Die Baumscheiben dienen auch dazu, einen Teil des anfallenden unbelasteten Regenwassers aufzufangen. Die genauen Baumarten sind noch nicht festgelegt.

    Entwässerung

     

    Download:

    Die Grundidee bei der Entwässerung ist, möglichst viel Wasser an Ort und Stelle versickern zu lassen und einen Teil des Wassers in unterirdischen Zisternen zur späteren Entnahme zur Bewässerung der Grünanlagen zu speichern. Daher wird das Regenwasser jeweils in die Grünflächen eingeleitet. Das restliche Wasser kann über den Straßenseitengraben abfließen

    Ausstattungsplan

    Download:

     

    Bei der Planung der Ausstattung wurden die Mindestanforderungen des Handbuchs für Mobilstationen des Zukunftnetzes für Mobilität NRW berücksichtigt. Dies sind: Witterungsschutz, Sitzgelegenheiten, Beschilderung und Wegweisen, Dynamische Fahrgastinformation, (überdachte) Fahrradabstellanlagen, Informationen zu Angeboten und ein Stadt- und Umgebungsplan. Es soll einen Stellplatz für Car-Sharing geben sowie Stellplätze mit E-Ladesäule geben. Weitere Ausstattungsmerkmale wie Schließfächer, Packstation, Fahrradreparaturstation, etc. können im Dialog und nach Flächenverfügbarkeit ergänzt werden.

    Ausschnitt zum Thema Austattung aus dem Handbuch für Mobilstationen des Zukunftsnetztes für Mobilität: Auszug downloaden . Das gesamte Handbuch finden Sie hier https://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/media/2022/4/19/bf4aadb4f3be968af79e921de6b85bb2/ZNM-Handbuch-Mobilstationen-3.-Auflage.pdf

    Erreichbarkeit

    Downloads:


    Dokumentation

    Alle Hinweise werden nach Ende der Online-Dialogphase gesammelt und fließen in den Planungsprozess und den politischen Entscheidungsprozess ein.

    Sendenhorst

    Hier finden Sie bereits jetzt die Fotodokumentation der Stellwände des Bürgerdialogs Mobilstation Sendenhorst vom 08.01.2024:

    Stellwände

    Albersloh

    Hier finden Sie bereits jetzt die Fotodokumentation der Stellwände des Bürgerdialogs Mobilstation Albersloh vom 11.01.2024:

    Stellwände


    Zusammenfassung der Anregungen

    Am 06.02.2024 wurde in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Energie die Zusammenfassung der Anregungen vorgestellt. Diese beruht auf den Hinweisen, die bei den beiden Bürgerdialogsveranstaltungen gemacht wurden sowie auf den Anregungen, die bis zum 21.01.2024 per E-Mail zugesandt wurden.

    Die Verwaltung hat zu den jeweiligen Anregungen erläuternde Kommentare eingefügt und jeweils Vorschläge zum weiteren Vorgehen gemacht.

    Diese Unterlagen werden zusätzlich zum Ratsinfosystem auch hier zum Download angeboten.

    Downloads:

    Die Niederschrift des Sitzungstermins wird hier ergänzt, sobald diese zur Verfügung steht.


    Nächste Schritte

    [Stand: 13.02.2024]

    In den nächsten Monaten finden mehrere politische Beratungen zu den Mobilstationen statt. Alle Sitzungen der Ausschüsse und des Rats sind öffentlich und finden um 18 Uhr im Kommunalforum in Sendenhorst statt. Unterlagen werden wenige Tage zuvor im Ratsinfosystem online gestellt. Kommen Sie gerne und informieren Sie sich.

    Es ist geplant, im Sommer 2024 den finalen Beschluss im Rat herbeizuführen. Erste Vorsorgemaßnahmen sollen nach aktuellem Planungsstand im 1. Quartal 2025 beginnen, mit dem Bau der Mobilstationen soll im 3. Quartal 2025 begonnen werden. Die Eröffnung des Gesamtprojektes und damit auch der Mobilstationen ist für 08/2026 geplant.

    Hier die konkreten Termine, soweit sie schon feststehen:

    •       21.03.24 Beratung im politischen Ausschuss (SteA)

    •       23.04. / 15.05. ggf. weitere Beratungen in den Ausschüssen

    •       27.06.24 Beschluss im Rat

    •       Puffer: 26.09.24 Ratsbeschluss

     

    •       Quartal 1 / 2025: Beginn Vorsorgemaßnahmen

    •       Quartal 3 / 2025: Beginn Bau Mobilstationen

    •       08/2026: geplante Eröffnung

     

    Begriffserläuterung:

    • ·     UME = Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Energie
    • SteA= Ausschuss für Stadtentwicklung

    Kontakt

    Martin Pötz
    Mobilitätsmanager
    Stadt Sendenhorst
    Kirchstraße 1
    48324 Sendenhorst
    Telefon         02526 303-183
    Fax                 02526 303-100
    E-Mail: poetz(at)sendenhorst.de