Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Dialog „Unternehmerforum Stadt Sendenhorst“

Mit dem „Unternehmerforum Stadt Sendenhorst“ bietet die Stadt Sendenhorst ein regelmäßig stattfindendes Forum an, das der heimischen Wirtschaft die Möglichkeit eröffnet, in einer zwanglosen Atmosphäre miteinander und mit den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.

Bei diesen Unternehmertreffen besteht auch die Möglichkeit, persönliche oder geschäftliche Kontakte untereinander herzustellen. Zudem dient das Treffen dazu, aktuelle lokalbezogene Themen zu diskutieren, Synergien zu schaffen und Netzwerke zu bilden. Das Interesse und der Bedarf auf Unternehmerseite an Kommunikation und Austausch untereinander sind gegeben. Dies soll dazu genutzt werden, um gemeinsam mit den Unternehmen, der Politik und der Verwaltung Sendenhorst weiter voranzubrigen und zukunftsfähig zu machen – als Wirtschaftsstandort und als Stadt mit hoher Wohn- und Lebensqualität.

Unternehmerforum widmet sich der Energieeffizienz

Stellten Energieeffizienz in den Mittelpunkt der Veranstaltung: Energieberater Reiner Tippkötter, Dr. Andreas Müller (Handwerkskammer), Bürgermeister Berthold Streffing, Wirtschaftsförderin Annette Görlich, Manfred Nienhaus (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung) und Unternehmer Mirko Prestel (v.li.). Fotos: Thesing

Bei einem ist es die ausgelutschte Gummidichtung am Rolltor, bei anderen sind es die alten Neonröhren in der Halle oder ungedämmte Warmwasserleitungen. In vielen Betrieben wird teure Energie im wahrsten Sinne des Wortes in den Himmel geblasen, ist Reiner Tippkötter überzeugt. Der Energieberater und Geschäftsführer der „Energielenker GmbH“ war am Donnerstagabend zu Gast beim achten Unternehmerforum der Stadt in der „Waldmutter“. „Energieeffizienz in Unternehmen“  war das Kernthema  der Veranstaltung, und  so waren neben jenen, die  im Energiesektor tätig sind, und den Vertretern der  Stadtverwaltung vor allem auch die Chefs der großen  Firmen und Dienstleistungsbetriebe,  die viel Energie  verbrauchen, gekommen. 

Doch auch im Handel und  in keinen Büros gibt es  reichlich Einsparpotenziale,  machte Tippkötter deutlich –  vor allem bei der Beleuchtung  und deren Steuerung. Die LED-Technik zum Beispiel  sei heute so ausgereift  und bezahlbar, dass daran  eigentlich kein Weg mehr  vorbei führe. Bei der Beleuchtug  könnten bis zu 70 Prozent der Kosten eingespart werden. „Spannende Momente“ gebe es viele, wenn Unternehmen ihren Energieverbrauch auf den Prüfstand stellten.  Das müssten sie aber nicht alleine tun. „Lassen Sie sich einmal für kleines Geld über die Schulter schauen“, riet der Energieberater. Das gelte auch mit Blick auf den „Förderdschungel“, etwa in Bezug auf die Installation von Photovoltaik und Co. „Die Sonne geht auf, und der Schichtbetrieb startet“, sagte Tippkötter. Da gelte es, gute Lösungen zu finden – und das vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Nachbarbetrieben. „In vielen Unternehmen gibt es schnell zu hebende Energiepotenziale“, erklärte der Fachmann –  und er führte dazu zahlreiche Beispiele aus der Praxis an. Dabei müssen Aufwand und Nutzen aber in einem guten Verhältnis stehen.

„Schaffen Sie Transparenz im eigenen Unternehmen.“ Die Mobilität spielt im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch eine tragende Rolle, waren sich die Referenten – neben Reiner Tippkötter waren das Dr. Andreas Müller von  er Handwerkskammer und Manfred Nienhaus von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis – einig. „Manche Wege mit dem Auto sind einfach unnötig“, war Tippkötter überzeugt. An E-Möbilität und Dienstfahrräder käme heute im Grunde keine Firma mehr vorbei. Da fügte es sich gut, dass Veka-Vorstandsvorsitzender Andreas Harleif mitteilte, dass es im Unternehmen bereits 120 Mitarbeiter gebe, die ein Dienstfahrrad nutzen. Gleichwohl gebe es bezogen auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Umwelt noch einige „heilige Kühe“, so Dr. Andreas Müller – wie etwa Autos mit Verbrennungsmotoren und die Verstromung von Kohle. Dass die Stadt auf einem guten Weg ist, machte Bürgermeister Berthold Streffing anhand von Zahlen deutlich. In absehbarer Zeit  werde in Sendenhorst so viel regenerative Energie erzeigt, wie verbraucht werde. 

Quelle: Westfälische Nachrichten, 28. April 2018

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