Ausflugstipps und Pauschalangebote

Die 100 Schlösser Route

Das Münsterland ist berühmt für seine Radwege, die Touristen und Einheimischen jede Menge Abwechslung bieten. Wälder, Wiesen, Felder, Städte und immer wieder Schlösser, Burgen, Herrensitze und Gräftenhöfe lenken den Blick des Radwanderers in die rund 1200-jährige, sichtbar gebliebene Geschichte des Münsterlandes. Sie sind Zeugnisse für die Verteilung von Macht und Herrschaft früherer Zeiten. 

Auf 960 Kilometern reihen sich 100 Schlösser und Burgen kreuz und quer durch das Münsterland aneinander. Rein rechnerisch kann der Radwanderer im Abstand von 9,6 Kilometern ein Schloss sehen. Doch ganz so einfach ist die Rechnung nicht. Das Münsterland, zu dem die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf, die Stadt Münster und weitere angrenzende Kommunen gehören, hat keine festen Grenzen im westfälisch-lippischen Teil von Nordrhein-Westfalen. Historisch war das Münsterland bis zum Wiener Kongress 1814/15 zersplittert in unzählige kleine Herrschaftsgebiete. Das erklärt auch die Dichte der Schlösser und Burgen im Münsterland.

Die steinerne Burg war das Symbol für Macht und Herrschaft, für Wehrhaftigkeit und Verteidigungsbereitschaft. Eine Burg muss nicht auf einer Anhöhe liegen. Der Teutoburger Wald und die Baumberge bieten dazu im überwiegend flachen Münsterland die einzigen Gelegenheiten. Militärische Befestigungen schufen sich die Burgherren durch hohe Mauern, Wassergräben und Zugbrücken. Der Bergfried ist ein Turm, der die Anlage überragte. Er bot die Möglichkeit, anrückende Feinde schon frühzeitig zu erkennen. Er diente auch als Fluchtturm.

Die Größe der Burg oder des Schlosses war sichtbares Zeichen der Größe der Macht und des Reichtums. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das ist bedenkenswert und schön zugleich, denn sonst gäbe es die 100 Schlösser Route nicht. 

Auch die Literatur hat davon profitiert, denn die Sagen und Legenden von Geistern und spukenden Wesen beflügelten Annette von Droste-Hülshoff. Die Rheinenser Autorin Usch Hollmann erfand vor neun Jahren das Gespensterkind Stoffel, das durch seine Angehörigen in vielen münsterländischen Schlössern und Burgen das Spuken lernte. Das ist spannend, aber dennoch kein Ersatz für das Erlebnis, auf dem Fahrrad vorbei an den Schlössern durch das Münsterland zu radeln. (Autorin: Elvira Meisel-Kemper)

Kostenfrei anrufen: 0800 / 93 92 91 9

www.100-schloesser-route.de

Das aktuelle Begleitheft können Sie sich kostenfrei herunterladen.

Erste Impressionen und Einblicke können im neu aufgelegten Imagefilm gesammelt werden.