Hier wächst was - Gemeinsam für mehr Grün in Sendenhorst und Albersloh
Mit dem Projekt “Hier wächst was” gestaltet die Stadt Sendenhorst kommunale Flächen naturnah um: für mehr Artenvielfalt, Klimaschutz und Lebensqualität im öffentlichen Raum. Das Projekt wurde am 30. September 2025 im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Energie beschlossen und wird von der Stadt Sendenhorst gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt.
Unsere Ziele
- Förderung der biologischen Vielfalt: durch artenreiche Blüh- und Magerwiesen
- Klimaanpassung: durch hitzeresiliente, standortgerechte Pflanzen
- Aufwertung des Stadtbildes: durch attraktive, grüne Erholungsräume
- Pflegeextensive Bewirtschaftung: durch nachhaltige Ressourcennutzung
- Beteiligung und Bildung: durch aktive Mitgestaltung der Bürgerschaft
Was passiert bei der städtischen Beet-Umgestaltung?
1. Beetfläche abräumen und Boden austauschen
Zunächst wird die vorhandene Fläche vollständig abgeräumt. Stark durchwurzelter und verunkrauteter Boden sollte etwa 20 cm tief entfernt werden.
Warum ist das wichtig?
In vielen bestehenden Flächen haben sich unerwünschte, konkurrenzstarke Pflanzen (z. B. Wurzelunkräuter) etabliert. Diese würden frisch gepflanzte Stauden schnell verdrängen. Durch das Entfernen der oberen Bodenschicht wird die Konkurrenz deutlich reduziert und ein „Neustart“ für die Pflanzung ermöglicht.
2. Boden abmagern
Im nächsten Schritt wird der Boden gezielt „abgemagert“, zum Beispiel durch die Beimischung von Rheinsand. Alternativ können auch andere mineralische Materialien wie Kies, Splitt oder Lava verwendet werden.
Warum ist das sinnvoll?
Viele heimische Stauden sind an nährstoffarme Standorte angepasst. Ein zu nährstoffreicher Boden fördert hingegen starkes Wachstum von unerwünschten Beikräutern und macht die Pflanzung pflegeintensiver. Durch das Abmagern entsteht ein ausgeglichener Standort, an dem sich die ausgewählten Stauden gut entwickeln können, während konkurrenzstarke Problemkräuter weniger Chancen haben. Zusätzlich verbessert der mineralische Anteil die Drainage und verhindert Staunässe. Gleichzeitig schafft man ein lockeres, gut durchwurzelbares Substrat für die neuen Pflanzen.
3. Mineralische Mulchschicht aufbringen
Abschließend wird eine Schicht aus mineralischem Mulch (z. B. Splitt oder Kies) aufgebracht.
Warum ist dieser Schritt entscheidend?
Die Mulchschicht erfüllt mehrere Funktionen gleichzeitig:
- Sie reduziert das Auflaufen von Unkraut deutlich
- Sie schützt den Boden vor Austrocknung und extremen Temperaturschwankungen
- Sie verhindert das Verschlämmen der Oberfläche bei Regen
- Sie sorgt für ein gepflegtes, einheitliches Erscheinungsbild
Im Gegensatz zu organischem Mulch zersetzt sich mineralischer Mulch nicht und trägt somit nicht zur Nährstoffanreicherung bei – ein wichtiger Vorteil für standortgerechte, magere Pflanzungen.
Fazit
Mit der richtigen Vorbereitung entsteht ein langlebiges, pflegearmes und ökologisch wertvolles Straßenbegleitbeet. Heimische Stauden danken es mit einer robusten Entwicklung, attraktiven Blühaspekten und einem wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität direkt vor unserer Haustür.
Das Team hinter dem Projekt
Das Projekt wird von Tim Fiebig, Peter Wermeling und Anna Marie Ptaszek betreut.
- Tim Fiebig hatte die Idee für das Projekt und kümmert sich gemeinsam mit Peter Wermeling um die Planung, Gestaltung und Umsetzung der Flächen
- Anna Marie Ptaszek ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und beschäftigt sich außerdem mit umweltbildenden und artenschutzorientierten Aspekten
Für Fragen rund um die Patenschaft steht Ihnen unsere Ehrenamtskoordinatorin Frau Anne-Katrin Schulte gerne zur Verfügung.
Mitmachen erwünscht - Wir suchen Patinnen und Paten!
Damit die neu gestalteten Grünflächen auch langfristig gepflegt und erhalten bleiben, suchen wir engagierte Patinnen und Paten, die eine Fläche übernehmen möchten.
Was macht eine Patin oder ein Pate?
- Regelmäßige Pflegearbeiten wie Gießen, Unkrautentfernung oder kleine Instandhaltungen
- Beobachtung der Fläche und Rückmeldung an die Stadt bei besonderen Vorkommnissen
- Unterstützung der Idee: Sendenhorst und Albersloh sollen grüner, bunter und vielfältiger werden!
Selbstverständlich sind alle Patinnen und Paten im Rahmen ihrer Tätigkeit durch die Stadt Sendenhorst versichert und werden bei Bedarf mit Materialien oder Werkzeugen unterstützt.
Interesse geweckt? Hier geht's zur Pflegevereinbarung:
Herr Wermeling
Umwelt und Klima
Kirchstraße 1
48324 Sendenhorst
Frau Ptaszek
Umwelt und Klima
Kirchstraße 1
48324 Sendenhorst
Frau Schulte
Familien, Kultur und Weiterbildung
Kirchstraße 1
48324 Sendenhorst