Kommunaler Austausch: Besuch der Ahlener Umweltbetriebe in Sendenhorst

Am 29. Mai 2026 durften wir die Führungsebene der Ahlener Umweltbetriebe in Sendenhorst begrüßen. Im Rahmen einer Fahrradtour machten die Gäste Station in unserer Stadt, um sich über aktuelle Projekte im Bereich Umwelt, Klimaschutz und Stadtentwicklung zu informieren. Insgesamt nahmen 14 Personen an dem Besuch teil. Für die letzte Station des Tages stieß zudem Bürgermeisterin Katrin Reuscher für einen kurzen Austausch hinzu.

Treffpunkt war die Trauerhalle in Sendenhorst. Dort begrüßte Wirtschaftsförderer Philip Wettengel die Gäste und stellte die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Sendenhorst vor: Peter Wermeling, Leiter des Regiebetriebs Öffentlicher Raum, Tim Fiebig, stellvertretender Leiter des Regiebetriebs und Ideengeber des Projekts „Hier wächst was“, sowie Klimamanagerin Anna Marie Ptaszek, die innerhalb des Projekts insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

Im Anschluss stellte Peter Wermeling die Arbeit des Regiebetriebs vor, bevor Tim Fiebig das Projekt „Hier wächst was“ präsentierte. Die Fläche an der Trauerhalle bildet dabei das Pilotprojekt. Auslöser war der Wunsch der dort tätigen Gärtnerin nach einer ökologischen Umgestaltung der Fläche. Im Jahr 2025 wurde die bisherige Bepflanzung gemeinsam vom Baubetriebshof und engagierten Ehrenamtlichen neugestaltet. Während der Baubetriebshof die vorbereitenden Arbeiten übernahm, kümmerten sich die Ehrenamtlichen um die Pflanzung und Aussaat. Die erfolgreiche Umsetzung legte den Grundstein für weitere Maßnahmen im Stadtgebiet.

Nach der Vorstellung an der Trauerhalle führte der Rundgang zu Fuß weiter zum Westtor, wo eine weitere umgestaltete Fläche besichtigt wurde. Anschließend setzte die Gruppe ihre Tour mit dem Fahrrad zum Hof Schmetkamp fort.

Dort wurde neben dem historischen Hof auch das geplante Umweltbildungszentrum vorgestellt. Für den Umbau konnte im April 2026 die Baugenehmigung erteilt werden. Aktuell wird auf die Bewilligung der beantragten Fördermittel gewartet. Die Stadt Sendenhorst übernimmt dabei die Sanierung der Außenhülle des Gebäudes. Für den Innenausbau sowie die spätere inhaltliche Ausgestaltung ist der Verein Naturscheune verantwortlich. Dessen Vorsitzende ist Bürgermeisterin Katrin Reuscher.

Bei Brötchen und Getränken klang der Besuch am Hof Schmetkamp in angenehmer Atmosphäre aus. Der Austausch bot viele interessante Einblicke und zeigte einmal mehr, wie wertvoll die Vernetzung und der Dialog zwischen Kommunen und ihren Einrichtungen sind. Wir haben uns sehr über den Besuch der Ahlener Umweltbetriebe gefreut und bedanken uns für das große Interesse an unseren Projekten. Auch künftig freuen wir uns auf einen guten Austausch und eine erfolgreiche Zusammenarbeit – vielleicht ja schon bald bei einem Gegenbesuch in Ahlen.

Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Energie

Nächster Sitzungstermin des Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Energie ist am Donnerstag, den 02. Juni 2026 um 18 Uhr im Kommunalforum in Sendenhorst.

Gelungener Auftakt der Sanierungswochen in Sendenhorst

Am 02.03.2026 fand im Kommunalforum die Veranstaltung “Energetische Gebäudesteckbriefe, PV-Bündelung und Sanierung in Zeiten der Wärmewende” statt. Insgesamt 22 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen teil und beteiligten sich engagiert an der anschließenden Diskussion.

Einstieg mit Zahlen zur lokalen Wärmesituation

Bürgermeisterin Reuscher eröffnete den Abend mit einem kurzen Impuls und zwei Einstiegsfragen an das Publikum:

  1. Wie viele Wohngebäude in Sendenhorst sind eigentlich Einfamilienhäuser?
  2. Und Womit wird in unserer Stadt überwiegend geheizt?

Die Antworten zeigten die Relevanz des Thema deutlich: 

93 % aller Gebäude in Sendenhorst sind Wohngebäude, davon rund 80 % Einfamilienhäuser. 84 % der Heizungen werden aktuell noch mit fossilen Energieträgern wie Erdgas und Heizöl betrieben. Zudem wurden rund 40 % der Gebäude vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1978 errichtet und weisen entsprechend einen geringen energetischen Stand auf. 

Vor diesem Hintergrund betonte Frau Reuscher die Bedeutung von Information und Unterstützung für Eigentümerinnen und Eigentümer - ein zentrales Ziel sowohl des Klimaschutzkonzeptes als auch der kommunalen Wärmeplanung. 

Informationen zu PV-Bündelung und energetischer Sanierung

Im Anschluss stellte Matthias Schöttler (Geschäftsführer der 5-Prozent GmbH) die lokale Photovoltaik-Bündelungsaktion sowie die digitalen energetischen Steckbriefe vor, die die Stadt seit Oktober 2025 anbietet. Bereits 204 Haushalte haben ihr Gebäude mithilfe dieses Instruments analysiert. Für die gemeinsam mit Drensteinfurt angebotene PV-Bündelungsaktion liegen bislang 27 Anmeldungen vor. Die Aktion läuft noch bis zum 15.03.2026.

Schöttler erläuterte die Voraussetzungen, den Ablauf sowie die zu erwartenden Preisvorteile durch die Bündelung mehrerer Aufträge. Auch künftig sind weitere Bündelungsaktionen, beispielsweise zu Wärmepumpen, denkbar.

Philip Austermann vom Öko-Zentrum NRW gab anschließend einen Überblick über die Potentiale energetischer Sanierungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen, und legte ein besonderes Augenmerk auf das Gebäudeenergiegesetz sowie aktuelle Fördermöglichkeiten im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude. 

Praktisches Angebot vor Ort

Während und nach der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung den individuellen digitalen Gebäudesteckbrief einzusehen, zu bearbeiten und auszudrucken. Dieses Angebot wurde gut angenommen.

Die rege Beteiligung und die zahlreichend Fragen zeigten, dass das Thema Energieversorgung und Sanierung viele Eigentümerinnen und Eigentümer in Sendenhorst beschäftigt.