Runder Tisch gegen Gewalt an Frauen tagte mit Henning Rehbaum in Sendenhorst

Die Stadtverwaltung teilt mit, dass der Runde Tisch zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt im Kreis Warendorf zum ersten Mal in diesem Jahr wieder im Haus Siekmann in Sendenhorst tagte. Wie bereits vor einem Jahr war der CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum zu dem Austausch mit über 20 Vertreterinnen und Vertretern von im Gewaltschutz spezialisierten Fachdiensten und allgemeinen Beratungsstellen (Frauenhäusern und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft) eingeladen.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuelle Lage betroffener Frauen, die Arbeit der bestehenden Hilfsangebote sowie die Umsetzung und Wirkung des Gewalthilfegesetzes. Im Gespräch wurde deutlich, dass das Gewalthilfegesetz von den beteiligten Fachstellen grundsätzlich positiv bewertet werde. Insbesondere die Zielsetzung, den Zugang zu Schutz- und Beratungsangeboten zu verbessern und bundesweit verlässliche Standards zu schaffen, fand breite Zustimmung.

"Gewalt gegen Frauen ist inakzeptabel. Sie ist kein privates Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung", betonte der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum im Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der Runde Tisch leiste im Kreis Warendorf seit vielen Jahren eine unverzichtbare Arbeit, indem er Akteure vernetze, sensibilisiere und konkrete Unterstützung für Betroffene organisiere. „Es freut mich, dass das Gewalthilfegesetz am Ende der letzten Legislaturperiode noch mit den Stimmen der CDU/CSU beschlossen werden konnte. Und auch mit der elektronischen Fußfessel für Frauenschläger setzt die Bundesregierung unter Friedrich Merz Standards, die von Partnerschaftsgewalt betroffenen Frauen hilft.“

Karsten Spindler von der Männerberatung des Kreises Warendorf verwies zusätzlich auf die prekäre Lage von Männern, die unter partnerschaftlicher Gewalt litten. So seien die fünf Standorte der Männerberatung in Nordrhein-Westfalen, in denen Männer und Jungen Schutz vor partnerschaftlicher Gewalt finden, durchgehend mit 70 Prozent bis 80 Prozent belegt.

Im weiteren Verlauf wurde auch auf die prekäre Situation von Frauen mit Migrationshintergrund und LSBTIQ* angehörigen Personen hingewiesen, die bisher im Gesetz nicht berücksichtigt würden. Frauen mit Behinderung seien vertreten, allerdings nur mit einer Kann-Vorschrift.

Informationen zum Thema Gewalt und eine Übersicht aller am Runden Tisch beteiligten Personen findet sich auf der Homepage unter 

www.rundertisch-waf.de