Unternehmerforum

Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Dialog „Unternehmerforum Stadt Sendenhorst“

Mit dem „Unternehmerforum Stadt Sendenhorst“ bietet die Stadt Sendenhorst ein regelmäßig stattfindendes Forum an, das der heimischen Wirtschaft die Möglichkeit eröffnet, in einer zwanglosen Atmosphäre miteinander und mit den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.

Bei diesen Unternehmertreffen besteht auch die Möglichkeit, persönliche oder geschäftliche Kontakte untereinander herzustellen. Zudem dient das Treffen dazu, aktuelle lokalbezogene Themen zu diskutieren, Synergien zu schaffen und Netzwerke zu bilden. Das Interesse und der Bedarf auf Unternehmerseite an Kommunikation und Austausch untereinander sind gegeben. Dies soll dazu genutzt werden, um gemeinsam mit den Unternehmen, der Politik und der Verwaltung Sendenhorst weiter voranzubrigen und zukunftsfähig zu machen – als Wirtschaftsstandort und als Stadt mit hoher Wohn- und Lebensqualität.

9. Unternehmerforum der Stadt Sendenhorst am 09. Mai 2019 „E-Mobilität, Jobrad und Carsharing – neue Mobilitätsangebote für Unternehmen“

Wie kommen meine  Mitarbeiter zu ihrem Arbeitsplatz? Können neue Angebote die betriebliche Mobilität verbessern, die Umwelt schonen, aber auch Kosten senken? Nicolas Hendricks von der IHK Nord Westfalen ist von Letzterem überzeugt. Als Referent für Mobilität ist Hendricks für das Betriebliche Mobilitätsmanagement zuständig und war Gast beim neunten Unternehmerforum der Stadt Sendenhorst am Donnerstagabend in der „Waldmutter“.

Mit dem Titel der Veranstaltung  „E-Mobilität, Jobrad und Carsharing – neue Mobilitätsangebote für Unternehmen“ war ein breites Spektrum an Möglichkeiten umrissen, wie Betriebe Anreize setzen können.

„Wer mithilfe eines Dienstradmodells seine Mitarbeiter zu mehr Bewegung auf den Arbeitswegen motiviert, tut nicht nur viel für die Gesundheitsförderung, sondern auch für die Fachkräftesicherung im Unternehmen“, gab der Referent zu bedenken.

Mit vielen konkreten Beispielen zur Mitarbeitermobilität, bei Dienstreisen und beim Fuhrpark warb Nicolas Hendricks bei den Teilnehmern für ein strategisches Vorgehen und die Einführung eines Mobilitätsmanagements. Die Industrie- und Handelskammern unterstützen dabei mit einem für Unternehmen kostenfreien Zertifikatslehrgang bei der Umsetzung. Wer jetzt beispielsweise mit der Umstellung auf E-Mobilität im Unternehmen ernst zu machen beabsichtige, treffe aktuell auf attraktive neue Förderprogramme von Bund und Land – und zwar sowohl für Fahrzeuge als auch für die dazugehörige Ladeinfrastruktur. Mittlerweile gebe es eine große Bandbreite an E-Fahrzeugen, auch im Bereich der Nutzfahrzeuge. Knackpunkt sei sicherlich noch die Reichweite der E-Fahrzeuge. Wer allerdings beispielsweise viel innerstädtisch oder in der Region unterwegs sei, brauche sich über die mangelnde Reichweite keine Gedanken zu machen, so Hendricks.

Das Job-Ticket und ab 1. August 2019 das neue Azubi-Ticket sollen Beschäftigte zum Umstieg auf den ÖPNV motivieren, denn es lasse sich auch für private Fahrten einsetzen. Für Unternehmen sind Job-Ticket oder Azubi-Ticket steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar.

Dass auch Unternehmen von Carsharing profitieren können, erläuterte im Anschluss Oliver Hock vom Carsharing-Anbieter Teilautos aus Beckum.  Ob dabei ausschließlich Firmen-Carsharing-Fahrzeuge bereitgestellt werden oder Pool-Fahrzeuge zum Einsatz kommen, ist firmen- und standortabhängig – verschiedene Varianten können realisiert werden. Die Akzeptanz der Mitarbeiter beim Thema Carsharing jedenfalls sei sehr groß: So würden nach einer Umfrage aus dem Jahr 2016 71% der Befragten ihren Dienstwagen gegen ein Corporate-Carsharing-Fahrzeug eintauschen, davon 27% sogar bedingungslos, stellte Oliver Hock dar.

Die Stadtverwaltung habe ebenfalls das E-Carsharing-Auto von Teilautos, das  seit Februar 2019 an der E-Ladesäule auf dem Parkplatz Schlabberpohl stationiert sei, als Dienstwagen im Einsatz und ein älteres Fahrzeug dafür aus dem Bestand genommen, berichtete Bürgermeister Streffing. Die Erfahrungen seien durchweg positiv. Damit sei die Stadt mit ersten Schritten auf dem richtigen Weg, mit Hilfe des städtischen Klimaschutzmanagers, Dr. Johannes Hofmeister, dürften künftig noch weitere Fortschritte beim Thema Mobilität und Klimaschutz folgen, so Bürgermeister Streffing.

Kontakt:
Stadt Sendenhorst
Kirchstraße 1
48324 Sendenhorst

Wirtschaftsförderung
Annette Görlich
Tel. 02526 303326
Mail: goerlich(at)sendenhorst.de

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Präsentation IHK Mobilität

Youtube Video - Betriebliches Mobilitätsmanagement

Präsentation Teilautos - Carsharing für Unternehmen

Rückblick zu vergangenen Veranstaltungen

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