Das HausSIEKMANN

Sozio-kulturelles Zentrum "Haus Siekmann" (Weststraße 18): Villenteil, Tenne, Kaminraum und Stadtgarten. Regelmäßige Veranstaltungen: Konzerte, Kabarett, Theater, Lesungen, Kinderkino, Vorträge etc. Der Förderverein HausSIEKMANN gibt vierteljährlich einen Veranstaltungskalender heraus (www.haussiekmann.de).

Die Stadt Sendenhorst wird als Trägerin des sozio-kulturellen Zentrums HausSIEKMANN vom Heimatverein Sendenhorst e.V. und vom Förderverein HausSIEKMANN e.V. in ihrer Zielsetzung und Aufgabe unterstützt, HausSIEKMANN als Zentrum der Stadt Sendenhorst für soziale und kulturelle Bildung und Kommunikation weiterzuentwickeln.

Die Geschichte der ehemaligen Hofstelle Schöckinghoff, heute HausSIEKMANN, läßt sich bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts zurückverfolgen. Namengebend für den Hof, der zunächst vermutlich in der Bauerschaft Brock beim Hof Vornholt lag, war die Adelsfamilie Scocke (Schocke). Die Schockes gehörten zu den ersten Adelsfamilien, die Bürger der noch jungen Stadt Sendenhorst geworden waren. Wie die meisten Adeligen hielt es die Familie jedoch nicht lange in der Stadt. Bereits 1331 - bei der ersten urkundlichen Erwähung des Hofes - wird das Anwesen von Hermann von Hunefeld, seiner Frau und seinen erbberechtigten Kindern an Domgeistliche veräußert. Das große Aufgebot an Bürgern und Zeugen, unter ihnen zahlreiche Adelige, die diesem Akt beiwohnten, zeugen von der Bedeutung des Verkaufsobjektes. Sechs Jahre später übernahm das Stift Freckenhorst die Hälfte des Schöckinghoffs durch Kauf, für die andere Hälfte wurde fortan eine Kornrente an den Elisabethaltar im Dom zu Münster gezahlt.

Im ausgehenden Mittelalter bekam auch der Schöckinghoff die Folgen des über Europa hineinbrechenden "Schwarzen Todes" zu spüren. Die Dezimierung der Bevölkerung in Sendenhorst war so gravierend, daß man bis 1385 daran ging, den Befestigungsring um die Stadt enger zu ziehen. Die inzwischen unbesiedelte Oststadt wurde aus der Umwallung entlassen und als Gartenland genutzt. Im Westen der Stadt wurden Wall, Graben und Stadttor nach außen verschoben, die ursprünglich vor der Stadt liegenden Höfe Schulze Tergeist und Schöckinghoff und der sich in der Nähe befindliche Gerichtsplatz gerieten dadurch hinter die Wälle.

Aus der Folgezeit ist wenig überliefert. Bekannt ist, daß das Stift Freckenhorst um 1570 größere Abtrennungen von Hofesländereien durch den rücksichtslosen Bürger Bernd zur Straten gt. Boedecker verhinderte. Im 30jährigen Krieg wurde der Hof wüst, ein Teil der Ländereien in Gärten verwandelt, ohne daß jedoch direkt Kriegsfolgen nachweisbar sind. Aus dem Jahre 1768 ist bekannt, daß der Schöckinghoff wieder mit einem Bauern (Zeller) besetzt war.

Der letzte Besitzer des Hofes, Gerhard Heinrich Bischoff gt. Schöckinghoff, verkaufte bis zu seinem Tode 1899 nach und nach sämtliche Ländereien. Seine direkten Nachfaren verließen Sendenhorst bald nach Verkauf der Hausstätte an Immobilienhändler in Coesfeld während oder kurz nach dem Ersten Weltkrieg.

1921 erwarb Bernhard Siekmann, ein aus Hoetmar stammender Kaufmann, Wirt und Viehhändler, das Anwesen. Sein Enkel Josef Siekmann eröffnete in der ehemaligen Hofstelle ein Hotel, 1992 verkaufte er das Anwesen an die Stadt Sendenhorst.

 

Raumvergabe für HausSIEKMANN:

Stadt Sendenhorst
Dienstbereich 4
Sachgebiet 41 - Familien, Kultur und Weiterbildung
Claudia Hein
Kirchstr. 1
48324 Sendenhorst
Tel.:   02526/303-113
Fax:   02526/303-100
E-Mail: hein(at)sendenhorst.de 

Kontaktadressen:
Stadt Sendenhorst
Dienstbereich 4
Sachgebiet 41 - Familien, Kultur und Weiterbildung
Martina Bäcker
Kirchstr. 1
48324 Sendenhorst
Tel.:   02526/303-112
Fax:   02526/303-100
E-Mail: baecker(at)sendenhorst.de 


Förderverein "Haus Siekmann" e.V.
Jürgen Krass
Rudolf-Harbig-Str. 7
48324 Sendenhorst
Tel.: 02526/950564
E-Mail: krass(at)haussiekmann.de 

Baugeschichte und Denkmalschutz

Baugeschichte
Nach großen Veränderungen durch die Stadtsanierung in den 70er Jahren entstanden um 1990 der Gedanke und das politische Ziel, das stadtbildprägende, historische Gebäude Siekmann für Sendenhorst zu erhalten und es einer neuen, öffentlichen Nutzung zuzuführen. Haus und Nutzungskonzept der Stadt überzeugten im zuständigen Ministerium in Düsseldorf so sehr, daß die Stadt noch vor Bewilligung der Fördermittel Grundstück und Gebäude erwerben durfte und mit den Detailplanungen beginnen konnte, die in ein Vorhaben mit IV Bauabschnitten: VILLA, KAMINRAUM, TENNE und Außenanlagen mündeten.

Am 30. Juli 1994 begannen die Arbeiten am Villenteil mit vielen freiwilligen Helfern, die ausräumten und Abbrucharbeiten vornahmen. Die Handwerker trafen vom Keller bis zum Dachstuhl immer wieder auf neue Probleme: Die Fundamente reichten nicht, der Kellerboden mußte abgesenkt werden und mehr konstruktive Nutzteile als geplant mußten ausgetauscht werden. Das Können der Handwerker, des Architekten und der Ingenieure und das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer aber meisterten alle Hürden und so konnte am 3. Oktober 1995 als erstes die VILLA mit einem Fest der Öffentlichkeit übergeben werden.

Im II. Bauabschnitt, dem KAMINRAUM, leisteten viele freiwillige Helfer einen Großteil der Arbeiten. Besondere Herausforderungen blieben auch hier nicht aus: Ein neuer Eichenbalken von 5 m Länge und 30 cm Höhe und Breite war einzufügen, neue Fliesen mußten beschafft werden, die dem bestehenden Boden angepaßt sind, Fachwerk war instand zu setzen und teilweise zu erneuern, der Kamin wieder in einem benutzbaren Zustand zu bringen. Zur Eröffnung der Ausstellung "St. Martin in unserer Mitte" wurde der KAMINRAUM am 3. November 1997 in Nutzung genommen.

Parallel war die weitere Planung der TENNE erfolgt. Die unvorhersehbaren Baumaßnahmen hatten aber den ursprünglichen Kostenrahmen ausgeschöpft. Erst als das Land NRW deswegen zusätzliche 586.000,00 DM bewilligte, konnte es mit den Bauarbeiten weitergehen: Dachstuhl und Giebelwand waren zu sanieren, der alte Dachboden aus Eichenbohlen mußte komplett erneuert werden, ebenso der Boden der Hillen. Das Fachwerk mußte teilweise erneuert und auch verstärkt werden. Nicht nur hier leistete alte Handwerkskunst Vorbildliches. Leider fanden sich keine geeigneten Dielenplatten mehr für die TENNE. Mit den jetzt verwendeten Klinkerplatten wurde allerdings auch eine Lösung gefunden, die sowohl denkmalgerecht ist als auch moderne Heizungstechnik im Fußboden zuließ.

Als IV. Bauabschnitt nahm parallel der Garten seine heutige Gestalt an. Auch hier brachten sich wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei Planung und handwerklicher Arbeit ein. Als Stadtgarten dienen die Außenanlagen nun auch allgemein der Öffentlichkeit. So ist aus einem alten, sanierungsbedürftigen Gebäude für ca. 4,3 Mio. DM ein modernes Zentrum für alle Bürgerinnen und Bürger und für Gäste der Stadt entstanden. Das Land förderte dies mit ca. 2,9 Mio. DM, ehrenamtlich wurden über 1.000 Arbeitsstunden und viele Planungshilfen geleistet. Dadurch mußte die Stadt Sendenhorst für den Erwerb und den Umbau von HAUS SIEKMANN selbst nur etwa 1,3 Mio. DM aufwenden. Eine gelungene Zukunftsinvestition, sicher auch noch für kommende Generationen. Vollständig eröffnet mit einem bunten Kulturfest am 12. und 13. September 1998.

Denkmalpflege
Im Zuge der Stadtsanierung in den 70er Jahren sind in der historischen Stadtmitte von Sendenhorst viele Gebäude abgerissen worden. Um so bedeutsamer war es, HausSIEKMANN der Nachwelt zu erhalten.

Der bis Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Namen "Schöckinghoff" bekannte Gebäudekomplex wurde 1991 als HausSIEKMANN zum Denkmal erklärt. Es besteht aus dem mehrfach umgebauten Fachwerkbau mit vorgeblendeter Giebelfassade aus dem Jahre 1882 und dem rückwärtig quer vorgelagerten zweigeschossigen Ziegelsteinbau, der um die Jahrhundertwende entstand. HausSIEKMANN stellt ein herausragendes Einzelbauwerk dar, das in besonderer Weise die Lebensweise der Menschen in der Ortslage Sendenhorst dokumentiert und damit eine Bedeutung für die Geschichte hat.

Gleichzeitig kommt ihm aufgrund seiner zentralen Lage und der Tatsache, daß es den Sendenhorster Ortskern entscheidend mitprägt, auch eine hohe städtebauliche Bedeutung zu. Daneben sprechen auch künstlerische Gründe für eine Erhaltung des Gebäudes: Künstlerisch bedeutsam ist insbesondere der plastische horizontal und vertikal gegliederte Giebel auf der Südseite des Tennentraktes und die äußere Gestaltung des Villenteils. Die bauliche Vielfalt und die ortsbildprägende Lage des Gebäudekomplexes haben zu einer unverwechselbaren städtebaulichen Situation geführt.

Die Eintragung in die Denkmalliste war der erste wichtige Schritt, um HausSIEKMANN auch für zukünftige Generationen zu erhalten. So mußten z. B. die historischen Innen- und Außentüren aber auch - soweit möglich - die Böden erhalten und fachgerecht restauriert oder ersetzt werden. Die gleichen Vorgaben galten für die historischen Fenster. Ein weiteres Beispiel sind das Ständerwerk und die Hillen im Bereich der TENNE. Beides war komplett zu erhalten, um die alte Funktion auch bei der neuen Nutzung zu dokumentieren. Das Dach behielt seine alten Pfannen, die nach alter Dachdeckerkunst wieder mit Dokken neu verlegt wurden.

Die nunmehr abgeschlossenen Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten am gesamten Gebäudekomplex sind also maßgeblich von der Denkmalpflege beeinflußt worden. Der Abschluß der Arbeiten zeigt eine gelungene Verbindung zwischen alt und neu.

Die Eröffnung von HausSIEKMANN fand am 13. September 1998, dem "Tag des offenen Denkmals" statt.

Nutzungskonzept

Allen Bürgerinnen und Bürgern eine gleichberechtigte Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben zu ermöglichen, ist ein besonders wichtiges kommunalpolitisches Anliegen.

Mit HausSIEKMANN macht die Stadt Sendenhorst dafür ein zentrales Angebot: Institutionen und Vereine, freie Gruppen und Initiativen können hier ihre Aktivitäten entfalten. Für die verschiedenen Alters- und Interessengruppen, für Menschen aller sozialer Schichten und Nationalitäten. Selbstverständlich nach der jeweils eigenen Zielsetzung und eigenverantwortlich, grundsätzlich aber gemeinnützig.

Berufliche, soziale und kulturelle Bildung, die Förderung und Entwicklung der eigenen Kreativität der Menschen, Heimat- und Brauchtumspflege finden hier ebenso statt wie die Auseinandersetzung mit der Entwicklung und Zukunft unserer Gesellschaft, das Eintreten für eine solidarische Gemeinschaft und zwanglose Begegnung und Kommunikation bei den Angeboten der offenen Jugendarbeit und beim kulturellen Freizeiterlebnis.
Neben den freien Trägern nutzt die Stadt HausSIEKMANN auch selbst: für eigene öffentliche Veranstaltungen im Sinne der vorgenannten Zielsetzung, für Repräsentationen und für andere kommunale Aufgaben.

Die Stadt bezuschußt Projekte und Veranstaltungen freier Träger und erhebt keine Beutzungsgebühren für HausSIEKMANN.
In Zielsetzung und Trägerschaft des Hauses wird aber auch die Stadt in besonderer Weise unterstützt:

  • Der Förderverein Haus Siekmann e. V. wirkt vor allem am Nutzungs- und Veranstaltungskonzept sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit mit.

  • Der Heimatverein Sendenhorst e. V. hat eine besondere - auch finanzielle - Verpflichtung für den KAMINRAUM übernommen.

  • Die besondere Zusammenarbeit von Förderverein, Heimatverein und Stadt Sendenhorst wird unter der Federführung des Fördervereins in einem Trägerbeirat aufeinander abgestimmt. Alle anderen regelmäßigen Nutzer werden dabei beteiligt.

  • Der Heimatverein stellt diesem Trägerbeirat eine Person zur Koordination von Terminen und Raumbelegung zur Verfügung.

Ganz überwiegend werden die Räume im HausSIEKMANN multifunktional genutzt. Gleichwohl gibt es Nutzungsschwerpunkte und auch eine ausschließliche Nutzung für bestimmte Zwecke:

  • Die VILLA, so die Bezeichnung für den bereits seit Oktober 1995 umgebauten mehrgeschossigen Gebäudeteil, dient im Erdgeschoß praktisch ausschließlich der offenen Jugendarbeit.

  • Die Räume im Obergeschoß werden ohne besondere Zweckbestimmung für die Bildungs- und Vereinsarbeit, für Ausstellungen, für soziale und kulturelle Begegnungen genutzt.

  • Vom Dachgeschoß gehen die vielfältigen Aktivitäten des Vereins zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit im Kreis Warendorf e. V. aus, der dort seine Geschäftsstelle hat und dessen Projekte auch einen Schwerpunkt der kulturellen und sozialen Angebote im HausSIEKMANN ausmachen.

  • Im Dachgeschoß hat außerdem der Schachclub Sendenhorst e. V. sein Domizil.

  • Der Kaminraum ist Begegnungsort des Heimatvereins, dient aber auch der Stadt und steht ebenso anderen Freien Trägern zur Verfügung.

  • Die TENNE bietet sich vor allem für kulturelle Veranstaltungen an.

  • Der Stadtgarten erweitert die Möglichkeiten für die Jugendarbeit wie auch für alle anderen Nutzer und ist öffentlich zugänglich.

die Tenne und der Kaminraum

Plan von der Tenne

Aufgrund der Größe des Raumes ist die TENNE von HausSIEKMANN als Aufführungsort für verschiedene kulturelle Veranstaltungen, als kulturelle und soziale Begegnungsstätte für kleine Konferenzen, als Tagungsstätte für Gremien und Versammlungen und für vieler Art Workshops nutzbar. Das erhaltene Ständerwerk, die Hillen, Fenster, Türen und das große Tennentor - allesamt denkmalgerecht renoviert - vermitteln noch viel von der Ursprünglichkeit des Raumes und geben den Veranstaltungen eine besondere Atmosphäre. Ausstellungen sowie Veranstaltungen auf der TENNE aus den Bereichen Musik, Kabarett, Theater, Kunst und Film werden das kulturelle Leben in Sendenhorst deshalb nicht nur bereichern, sondern ihm auch eine besondere Note geben. Die Fertigstellung der TENNE im September 1998 bildete den Abschluß der Bauarbeiten zur Erhaltung und neuen Nutzung von HausSIEKMANN.

Größe:
ca. 200 qm (ohne Nebenräume)

Plätze:
Sitzplätze in Reihen vor Bühne: ca. 110
Sitzplätze an Tischen je nach Aufstellung: bis 40

Ausstattung:

  • mobile Bühne/Bühnenelemente
  • Bilderleisten
  • Leinwand
  • verschiedene Belichtungs- und Beleuchtungsmöglichkeiten
  • Beschallungsanlage
  • Verdunkelungsmöglichkeiten
  • Teeküche (ca. 13 qm), ausgestattet für 50 Personen; Mikrowelle, Geschirrspülmaschine, Kühlschrank

Der Kaminraum

Ursprünglichkeit, denkmalgerechte Renovierung und besondere Atmosphäre: Das gilt gleichermaßen auch für den KAMINRAUM.

Der Heimatverein nutzt diesen im November 1997 fertiggestellten Raum als seine Begegnungsstätte. Er führt hier z. B. plattdeutsche Lesungen und Gesprächskreise sowie die Übungsabende seiner Volkstanzgruppe durch. Darüber hinaus ist auch der KAMINRAUM vielfältig und zugleich von anderen Gruppen nutzbar. Für die Stadt selber z. B. als Empfangsraum bei besonderen Anlässen und - auf besonderem Wunsch - auch für Trauungen.

Die Architektur des Raumes bietet sich gerade für Veranstaltungen mit Begegnungscharakter an, die einen kleineren Rahmen als beispielsweise die TENNE benötigen: Jazzfrühschoppen, "Kino am Kamin", Kammerkonzerte, Literaturvorträge, Matinées, kleine Ausstellung und Diskussionsforen.

Zunächst in einer Projektphase von einem Jahr werden sich der Heimatverein wie auch die anderen Nutzer des KAMINRAUMes (später auch evtl. der TENNE) an den Betriebskosten beteiligen. Das kann finanziell wie auch durch Pflege von Haus und Hof erfolgen.

Bemerkenswert: 44 Eichenstühle für den Kaminraum (Wert damals: 20.000,00 DM) konnten im Rahmen einer vom Heimatverein durchgeführten und mitfinanzierten Aktion "Stuhlspende" beschafft werden.

Größe:
ca. 59 qm

Plätze:
Sitzplätze in Reihen: etwa 40
Sitzplätze am großen, ovalen Tisch: 16;
mit anderen Tischen auch mehr.

Ausstattung:
Auf Wunsch aus TENNE und VILLA, Teeküche wie bei TENNE.

Villa - Hotspot und Seminarräume

Villa - Erdgeschoß ("hotspot")

Alle jungen Menschen in der Stadt soll ein Angebot der Jugendarbeit erreichen, das ihren Bedürfnissen entspricht. Das umfaßt die allgemeine Freizeitgestaltung ebenso wie die Entwicklung und Entfaltung individueller Persönlichkeiten im musisch-kulturellen, gesellschaftlich-politischen und geistig-religiösen Bereich. Und es geht um Hilfen, um bei den zunehmenden Anforderungen und Konflikten in den Familien, in den Schulen und im Arbeitsleben, in der Gesellschaft insgesamt, zu bestehen.

Neben der Jugendarbeit der Kirchen und den vielen Vereinen hat sich das Jugendwerk Sendenhorst e.V. ausdrücklich der offenen Jugendarbeit verschrieben und ist dafür Partner der Stadt.

Im "hotspot" - so heißt das Jugendheim im HausSIEKMANN - macht das Jugendwerk an zumeist 6 Tagen der Woche zwanglose und unverbindliche Angebote. Ausgehend von den Bedürfnissen der jungen Menschen werden diese Angebote von dem aus zwei hauptberuflichen Fachkräften und einigen Honorarkräften bestehenden Fachteam vorbereitet und durchgeführt. Im Vorstand des Jugendwerkes werden die grundlegenden Themen unter Mitwirkung des Fachteams behandelt.

Größe:
Flur: 19 qm - zugleich Nutzung für offenen Treff
großer Gruppenraum: ca. 52 qm
kleiner Gruppenraum: ca. 16 qm
Wintergarten: ca. 15 qm
Thekenraum: ca. 21 qm
Küche: ca. 22 qm
Büro: 9 qm

Ausstattung:

  • Großer Gruppenraum:bewegliche Trennwände; Bestuhlung, Tische; Kicker, Flipper, Tischtennis, Spiele
  • Kleiner Gruppenraum: Bestuhlung, Fernseher, Video, Internet-Computer (in Vorbereitung)
  • Wintergarten: Bestuhlung
  • Thekenraum: Dart-Automat
  • Flur: Infotheke und Infosäule
  • Küche:voll eingerichtete Küche

Villa - Obergeschoß/Dachgeschoß (Seminarräume/Büros)

Die beiden oberen Etagen der VILLA bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten zur Freizeitgestaltung und vor allem auch im Bildungsbereich: Beratung und berufliche Qualifikation, Seminare, Sprachkurse, Diskussionsforen, Musikschule und VHS sind einige Stichwörter zur Nutzung der Räume in diesem Gebäudeteil.

Die erste Etage mit einem großen Seminarraum und drei kleineren Gruppenräumen eignet sich besonders für Tagungen, Seminare und Kursangebote. Die Räume bieten gemeinnützigen Vereinen, Elterninitiativen und weiteren Gruppen zudem Platz für Vorstandssitzungen und Gesprächskreise, für Informationstreffen und Arbeitsgruppen. Sozialarbeit, Integration, Umweltschutz und "Lokale Agenda 21" finden hier statt.

Die gesamte Etage kann auch geschlossen für Wochenendseminare, Workshops u.ä. belegt werden. Der angrenzende Garten bietet dabei entsprechende Erholungsmöglichkeiten.

Das Dachgeschoß wird vor allem vom Schachclub und vom Verein zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit im Kreis Warendorf e. V. genutzt, der dort in zwei Büroräumen seine Geschäftsstelle hat. Der ruhige, große Dachgeschoßraum eignet sich bestens für die Übungen und Turniere des Schachclubs, aber auch für Lesungen, Meditationen usw.

Villa/ObergeschoßGröße:Seminarraum: ca. 50 qmDachterrasse: ca. 12 qmKonferenzraum: ca. 21 qmBesprechungsraum: ca. 16 qm Plätze:Seminarraum:Sitzplätze in Reihen: ca. 30Sitzplätze an Tischen: bis 20Dachterrasse:Sitzplätze an Tischen: 6Konferenzraum:Sitzplätze an Tischen: bis 12Besprechungsraum: 8Ausstattung:Sämtliche Räume können mit Overhaed-Projektor, Flipchart, Stelltafel, Dia-Projektor und Leinwand ausgestattet werden.Bilderleisten für Ausstellungen; Vitrinen auf Wunsch; Bühnenelemente.Villa/Dachgeschoß:Größe:Schachraum: ca. 50 qmBüroräume: ca. 9 und 15 qmPlätze:Schachraum:Sitzplätze in Reihen: ca. 30Sitzplätze an Tischen: ca. 20    Ausstattung:wie Villa/Obergeschoß

Stadtgarten

Die Außenanlagen von HausSIEKMANN sind - wie die ganze Einrichtung - auf eine vielfältige Nutzung ausgerichtet. Die Bezeichnung Stadgarten steht zugleich für dessen Öffentlichkeit und seine Lage inmitten der Stadt: Ein Ort der Ruhe und Erholung für die Bürgerinnen und Bürger, auch unabhängig von Veranstaltungen im Haus.

Die öffentliche Funktion wird dadurch unterstrichen, daß die Wege über das Gelände als innerstädtische Fuß- und Radwege zu nutzen sind. Besonders als direkte Verbindung zwischen Fußgängerzone und Nordenpromenade - abseits vom Straßenverkehr.

Der Stadtgarten bietet sich aber auch für die verschiedensten kulturellen Veranstaltungen an: Konzerte, Theater, Kabarett usw. können dort ebenso durchgeführt werden wie Begegnungsfeste. Darüber hinaus erweitert der Garten die Möglichkeiten für die Jugendarbeit und die anderen Nutzer im Haus.

Technische Daten

Bauherr:

Stadt Sendenhorst, Der Bürgermeister, Kirchstraße 1, 48324 Sendenhorst

Architekt:

Dipl.-Ing. Theo Altefrone, Düsternstraße 55, 48231 Warendorf

Baubeginn:

30. Juli 1994

Fertigstellung I. Bauabschnitt: Oktober 1995

Fertigstellung II. Bauabschnitt: November 1997

Fertigstellung III. und IV. Bauabschnitt: September 1998

Gesamtnutzfläche:

ca. 720 qm

Nutzfläche TENNE incl. Nebenräume: ca. 222 qm

Nutzfläche KAMINZIMMER: 59 qm

Nutzfläche VILLA/Erdgeschoß incl. Nebenräume: 175 qm

Nutzfläche VILLA/1. Obergeschoß incl. Nebenräume: ca. 153 qm

Nutzfläche VILLA/Dachgeschoß incl. Nebenräume: ca. 79 qm

Nutzfläche Keller: 32 qm

Gesamtkosten:

ca. 4,3 Mio. DM

Zuweisungen des Landes NRW: ca. 2,9 Mio. DM

Eigenanteil der Stadt Sendenhorst: ca. 1,3 Mio. DM