Naturfördergesellschaft Sendenhorst e.V.

Im Jahr 1991 wurde in Sendenhorst die "Naturfördergesellschaft Sendenhorst e. V." ("NFG") gegründet. In der Satzung dieses eingetragenen Vereins ist folgender Zweck genannt:

Auftrag der NFG
Der Verein verfolgt den Zweck, freiwillig, unabhängig und in Ergänzung zu den Maßnahmen der Stadt und sonstigen Institutionen die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Landschaft der Stadt Sendenhorst zu schützen, zu pflegen und zu entwicklen sowie insgesamt dazu beizutragen, die Umweltbedingungen zu verbessern.

Aufgaben der NFG
Die Aufgaben der NFG sind insbesondere:

  • Sicherung schutzwürdiger Gebiete, Landschaftsbestandteile und Naturdenkmäler,
  • Bestandsaufnahme der bedrohten Tier- und Pflanzenarten sowie die Kartierung ökologisch wertvoller Freiflächen zum Zweck der Einleitung gezielter Schutzmaßnahmen,
  • Schaffung eines geeigneten und ausreichenden "Biotopverbundsystems" durch vernetzte Flächensicherung,
  • Übernahme der Träger- bzw. Patenschaft für geschützte, schutzwürdige oder optimierungsfähige Flächen, Durchführung von Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen,
  • Förderung des natürlichen Landbaus,
  • Förderung der Renaturierung versiegelter Flächen,
  • Unterstützung von Vorhaben Dritter, die den Zielen des Vereins entsprechen,
  • Aufklärung der Öffentlichkeit über Natur- und Artenschutz, Umwelt- und Landschaftspflege.

Projekte der NFG und deren Finanzierung
Die NFG finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Zuschüssen der Stadt Sendenhorst und Spenden. So konnten in den letzten Jahren viele Projekte umgesetzt werden, wie z.B.:

  • Renaturierung des Ostheidebaches
  • Entwicklung des Geländes am "Hof Schmetkamp", u.a.

    • Schaffung des Natur- und Erlebnispfades
    • Anlage eines Bauerngartens
    • Bau und Inbetriebnahme des Bienenhauses

  • Apfelsaftaktionen zur Förderung der Streuobstwiesen

Zur Förderung der Streuobstwiesen wurde eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die sich um die Einsammlung der Äpfel, um die Vermostung und den Vertrieb des Apfelsaftes kümmert.

Kontakt und Mitmachen

Vorsitzender ist jeweils der Bürgermeister.
z. Zt. Bürgermeister Berthold Streffing Kirchstraße 1, 48324 Sendenhorst

Geschäftsführer:
Rolf Löckmann

stellvertretender Geschäftsführer:
Gudrun Kalthoff

Schriftführerin:
Maria Wiggers

Kassiererin:
Edith Harig

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Natur- und Erlebnispfad auf dem Hof Schmetkamp

Der Vorstand der Naturfördergesellschaft bedankt sich bei allen Beteiligten der 72 Stunden Aktion.
Der Naturlehrpfad im Schützen- und Bürgerwald

Das Naturschutz- und Naherholungsgebiet Schmetkamps Hof ist dank seiner zahlreichen Biotope sehr gut für einen Natur- und Erlebnispfad geeignet. Hier finden sich für das Münsterland typische Lebensräume wie Wald und Fließgewässer, Weide, Wiese, Kleingewässer und viele andere mehr in ihrer natürlichen oder extensiv genutzten Form. Der Bauerngarten, die Obstbäume und die Imkerei tragen ebenfalls zur abwechslungsreichen Gestaltung des Bereiches bei. Hinzu kommt der Bürger- und Schützenwald, welcher mit seinem Baumlehrpfad bereits in die heimische Natur einführt. Die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zeugen von einer hohen Artenvielfalt und dem guten Entwicklungszustand der verschiedenen Lebensräume.

Dem Besucher, gleich ob Erwachsenem oder Kind, soll Wissen über unsere Natur vermittelt werden. Die Idee ist, auf 15 Stationen zu informieren oder die Möglichkeit zu bieten, während eines Besuchs aktiv zu werden. Sie sollen zum Kennenlernen und Lernen animieren und zugleich einen interessanten Rundgang schaffen. Allgemeine Naturschutzthemen und aktuelle Umweltprobleme wie die Klimaproblematik sowie insbesondere auch die Behandlung von Themen zu Natur und Landschaft in Sendenhorst können und sollen Berücksichtigung finden.

Bereits die Planungsphase gab es ein reges Interesse in der Öffentlichkeit. In ihrer Ausgabe am 20. Mai 2009 berichteten die Westfälischen-Nachrichten über "Großes Lob für 72-Stunden-Akteure". „Was hier in 72 Stunden von Messdienern, Pfadfindern und der Landjugend geleistet wurde ist sagenhaft und verdient höchste Anerkennung“ bestätigte Geschäftsführer Ludger Voges, denn in der Zeit von Donnerstag 17.00 Uhr bis Sonntag 17.00 Uhr wurden von den Beteiligten gleich mehrere Projekte durchgeführt. Insgesamt waren an dem Wochenende ca. 150 Kinder und Jugendliche unterwegs, um die gestellten Aufgaben anzugehen.

Die Messdiener waren für die Erlebnisstationen des Pfades verantwortlich und haben mit vielen Ideen, Arbeit und Einsatz gleich 3 Gruppen für die Umsetzung gebildet. Eine Gruppe war mit der Aufgabe betraut, eine Laufstrecke einzurichten, an der als Geschwindigkeitsvergleich die Zeiten verschiedener Tiere angegeben sind. Mit viel Phantasie wurde diese Aufgabe in Angriff genommen und es wurde eine Rundstrecke mit einer Sanduhr als Zeitmessgerät erstellt. Eine weitere Gruppe richtete eine Weitsprunggrube ein, in der es gilt, sein Sprungvermögen mit den Weiten von Tieren zu messen. Eine Informationstafel rundet diese Station ab. Bei der dritten Station geht es um das Ertasten verschiedener Rindenstrukturen. Auch hier wurde das Thema ideenreich angegangen und es entstand eine interessante Gelegenheit Baumarten durch fühlen kennenzulernen.

Die Pfadfinder wurden bei ihrem Projekt besonders kreativ. Sie brachten nicht nur die alte Remise wieder in Stand sondern richteten gleich eine Sitzgruppe ein, die auch Platz für große Gruppen bieten dürfte. Eine Besonderheit ist sicherlich die dynamobetriebene Beleuchtung. Außerdem entstand eine selbst konstruierte Sonnenuhr an diesem Wochenende.

Mit schwerem Gerät und großem Einsatz machte sich die Landjugend daran, die Informationstafeln des Naturpfades aufzustellen. Es wurden Löcher für die Fundamente gebohrt um das Ständerwerk einzuzementieren. Im Laufe des Tages wurden insgesamt 14 Schautafeln über das Gelände verteilt aufgestellt, die anschließend von Sendenhorster Vereinen, Schulen und Kindergärten mit Inhalten ausgefüllt wurden.

Von der NFG und der Stadt geht ein großer Dank an die vielen engagierten Jugendlichen sowie an alle Betriebe und Helfer, die sich mit vielfacher Unterstützung und Spenden an der erfolgreichen Umsetzung beteiligt haben.