Sozialmonitoring

In Fortentwicklung der Sozialleistungsberichterstattung für die Jahre 1994 bis 2009 legte die Verwaltung im Jahr 2011 erstmals ein Sozialmonitoring für das Jahr 2010 vor. Dieses Monitoring wird seit dem regelmäßig fortgeschrieben.

Unter Monitoring wird eine regelmäßige (in definierten Intervallen) und mehrdimensionale (mehrere Bereiche umfassende) Beobachtung der Ausprägungen einer begrenzten Anzahl von Indikatoren verstanden.

Sozialmonitoring ist ein Instrument der und damit Teil der Sozialberichterstattung. Es dient der Verbesserung von Entscheidungsgrundlagen, indem es Daten beobachtet, bereitstellt und bewertet und damit die Transparenz über soziale Zustände und Entwicklungsprozesse in Sozialräumen fördert. Es bezieht sich auf

  • sozioökonomische Lebensbedingungen,
  • soziale Lebenslagen und Verhältnisse
  • sowie auf Chancen gesellschaftlicher Teilhabe

in Sozialräumen. Damit entfaltet es Wirkungen weit über das Handlungsfeld Soziales hinaus.

Im Sozialmonitoring wird versucht, anhand weniger Indikatoren die sozialen Lebensverhältnisse und Teilhabechancen möglichst umfassend abzubilden. Die KGST-Materialie Sozialmonitoring aus dem Jahr 2009 beschreibt hierzu ein Set von 20 Indikatoren in 8 Handlungsfeldern, die eine geeignete Grundlage zur Entwicklung eines eigenen Sozialmonitorings für große wie für kleine Kommunen darstellen sollen.

Der erstellte Bericht erfolgt in Anlehnung an die von der KGST im Jahr 2009 vorgelegte Materialien-Nr. 4/2009 - Sozialmonitoring -. Zum einen soll damit dem aus der Politik formulierten Wunsch einer umfassenderen Sozialberichterstattung gefolgt werden. Zum anderen empfiehlt auch der Städte- und Gemeindebund den Städten und Gemeinden die Nutzung eines kommunalen Sozialmonitorings als Instrument einer kontinuierlichen Sozialplanung und -berichterstattung, um damit die Lebenslagen und Chancen gesellschaftlicher Teilhabe in den Wohnquartieren abzubilden sowie die infrastrukturelle, leistungsbezogene und finanzielle Steuerung im Sozialraum zu verbessern.